Alexander Corolli, Familienmitglied und Geschäftsführer der internationalen Schmuckmarke Al Coro, beantwortet heute all unsere Fragen.

Guten Tag Herr Corolli, zunächst vielen Dank, dass Sie sich Zeit für uns nehmen. Erzählen Sie uns doch bitte die Gründungsgeschichte Ihres Unternehmens.

Der Grundstein der heutigen Marke Al Coro, wurde von meinem Vater Anfang der 70er Jahre in der Italienischen Schmuckstadt Vicenza gelegt. Dort hat er anfangs kleinere Schmuckstücke und Kollektionen entworfen. Diese Entwürfe waren vor allem für den nicht italienischen Markt neue und innovative Designs, die sehr schnell Anklang fanden. Das hieraus resultierende positive Feedback, gab Ihm die Bestätigung seinen Weg als Designer in der Schmuckbrache zu gehen. Bis Ende der 90er Jahre hatte Giuliano Corolli sich einen Namen gemacht. Er war bekannt geworden, opulente und modische Design - Schmuckstücke zu entwerfen.

 

Seitdem Sie und Daniel Corolli die Firma 1999 übernahmen, haben Sie ziemlich viel verändert. Dies hat für Al Coro, was vorher‚ Corolli Designs‘ hieß, den wirtschaftlichen Aufschwung bedeutet?

Als mein Bruder und ich Ende der 90er die Firma übernahmen, haben wir das Potenzial erkannt und aus der florierenden Designschmiede eine Marke mit zugehöriger Marketingstrategie entwickelt. Die Kombination aus exklusivem, modischen Design und richtigem Marketing haben zwangsläufig zum heutigen Erfolg der Marke geführt.

 

Wollten Sie schon immer mit Schmuck arbeiten oder hat sich das durch die Familie ergeben?

Wenn man damit groß wird und noch eine Vorliebe für Design hat, wird einem die Entscheidung leicht gemacht sich für diese Branche zu entscheiden. Ich hatte die freie Wahl und habe mich gerne dafür entschieden das Familienunternehmen weiter zu führen und zu entwickeln.

 

Sie haben diesen eigenen Stil eingeführt, den Ihre Kunden lieben. Designen Sie Ihren Schmuck auch selbst?

Bei uns wird die komplette Kollektion noch selber, sprich von mir und meinem Vater designt. Das ist für eine Marke die sich über ihre Formsprache identifiziert eine essentielle Basis, da jede Veränderung durch neue Designer die Schmuck-DNA eines Unternehmens zu sehr verändern würde.

 

Die Welt des Luxus ist eigentlich schon immer Ihr zu Hause gewesen. Die Geschmäcker der Menschen ändern sich jedoch von Jahr zu Jahr deutlich. Wie sorgen Sie dafür, dass Al Coro immer im Trend bleibt?

Trend ist immer eine Mischung aus Design, Geschmack und Zeitgeist. Ich denke das uns hier zu Gute kommt das unsere Wurzeln aus Italien stammen. Durch die Nähe zu Italien und die Affinität  zu diesem Land und dessen Kultur fällt es uns relativ leicht die dortigen Trends auf zu nehmen und sie in unsere Design Ideen um zu wandeln oder weiter zu entwickeln.

 

Und was glauben Sie, wo geht diese Szene hin? Die nächsten zehn Jahre werden…

Die nächsten 10 Jahre werden wieder tolle Schmuckjahre werden. Wo die letzten 10 Jahre stark von der Uhr dominiert wurden, zeichnet sich nun eine eindeutige Wende in Richtung des Schmuckes ab. Das spannende daran ist die tolle Design und Markenvielfalt in dem sich der Schmuck heute präsentiert.

Wie sehen Sie Ihre Juwelen? Wenn eine Frau Ihren Schmuck trägt, dann ist sie…

Schmuckaffin, individuell und immer am Trendpuls der Zeit. Da zitiere ich immer gerne unseren Leitspruch  „Schmuck zeigt nicht was man hat, sondern wer man ist“

 

Was würden Sie sagen, hebt Sie von Ihren Konkurrenten ab und warum ist das so?

Was Al Coro von unseren Mitbewerbern unterscheidet, ist das wir uns unserem Design und dem hohen Niveau unser Juwelen treu geblieben sind und uns nicht zu Gunsten von Masse und Kommerz  günstigeren Trendlinien und dem damit verbundenem Verlust des Markenniveaus hingegeben haben. Darauf sind wir sehr Stolz und es gibt uns den Antrieb weiterhin schöne und hochwertige Schmuckstücke zu entwickeln.

                                                                                         

Welche Ziele haben Sie in den nächsten Jahren? Oder sind Sie schon dort angekommen, wo Sie schon immer hin wollten?

Es gibt noch viele Ziele die wir erreichen wollen! Auf der einen Seite sind wir stolz auf dem Nivea angekommen zu sein, auf welchem wir uns aktuell befinden. Es gibt aber noch viele Märkte auf denen wir die Marke Al Coro gerne vorstellen möchten. Des Weiteren streben wir einen kontinuierlichen Verbesserungs- und Weiterentwicklungsprozess auf den existierenden Absatzmärkten.

Die Vision, einer wachsenden globalen Marke, wird durch die erfolgreichen und soliden Märkte getragen, auf denen wir uns bis heute sehr gut etabliert haben.

 

Deutliche Unterschiede gibt es auch zwischen dem europäischem und dem osteuropäischen Markt. Was sagen Ihre Erfahrungen, wie verschieden sind die Einkaufstendenzen auf Ihrem Markt?

Während wir hier in Europa - vorwiegend Nordeuropa - eine stabile Einkaufstendenz sehen, erwarten wir für die Zukunft nach ein paar schwächeren Jahren auch wieder steigende Tendenzen auf den Osteuropäischen Märkten.

 

Wir, im Onlineshop www.BREGNER.com,  beschäftigen uns mit dem Vertrieb von Luxusgütern in die gesamte Welt. Für eine Vielzahl unserer Kunden ist Luxus etwas Außergewöhnliches, für andere etwas Selbstverständliches. Wie sehen Sie Luxus an?

Luxus hat viele verschieden Seiten. In der Luxuswelt des Schmuckes haben wir das Glück Design und Träume zu verbinden. Zum Glück kann man Träume und Fantasien anregen ohne es gleich zu besitzen. Dies macht den Luxus außergewöhnlich. Andere haben die Möglichkeiten Ihre Träume zu erfüllen. Meistens ist ein Traum und die Fantasie der Antrieb Luxus zu entwickeln und Ihn zu besitzen zu wollen.

 

Zum Abschluss und ganz im Vertrauen, welche Juweliermarke mögen Sie am meisten – außer Al Coro natürlich?

Ganz offen gesagt ist für mich Cartier nach wie vor die Marke, welche es wie keine andere geschafft hat Tradition, Eleganz und Zeitlosigkeit über eine so lange Zeit zu bewahren.